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Über uns


PPL/IR Europe hat seit der Gründung 1993 Privatpiloten die Möglichkeit gegeben, Wissen und Erfahrung über die Instrumentenfliegerei untereinander auszutauschen. Im Gegensatz zu Berufspiloten, die durch die Organisationen und Gesellschaften für die sie arbeiten unterstützt werden, ist der Privatpilot auf sich allein gestellt. Hier sucht PPL/IR Europe Abhilfe zu schaffen um die Situation zu verbessern.

PPL/IR Europe steht jedem Piloten offen, der daran interessiert ist Privat- oder Geschäftsreiseflugzeuge in Europa unter Instrumentenflugbedingungen zu betreiben. Bis zum heutigen Tag sind wir über 450 Mitglieder, von denen die meisten Privatpiloten mit gültiger Instrumentenflugberechtigung sind. Einige Mitglieder sind derzeit in Ausbildung oder ziehen es in Erwägung die Instrumentenflugberechtigung zu erlangen. Ebenso sind einige Berufs- und Linienpiloten Mitglieder in der Vereinigung. Die Mehrzahl unserer Mitglieder haben Britische Lizenzen. Andere Mitglieder stammen aus Australien, Belgien, Cypern, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Portugal, Singapur, Spanien, Schweden, der Schweiz und den Vereinigten Staaten. Die Zahl der Privatpiloten, welche in den genannten Ländern mit FAA -Lizenzen fliegen ist steigend.

PPL/IR Europe verfolgt bzw. vertritt ebenfalls die Interessen der Mitglieder,wenn es um Angelegenheiten in Verbindung mit Behörden, Flugzeugherstellern und Organisationen, die mit der Fliegerei befasst sind. Der Löwenanteil dieser Arbeit richtet sich dabei derzeit auf die Auswirkung EASA wovon die Privatfliegerei sowie die fliegerische Ausbildung betroffen ist, sowie die ständig ansteigenden Anforderungen in Bezug auf neue Avionik. Der Einsatz von PPL/IR Europe bezüglich dieser Sachverhalte hat entscheidende Auswirkungen auf unsere Interessen als relativ kleine Gruppe von Privat-piloten, die sich unter Instrumentenflugbedingungen im gleichen Luftraum wie die gewerbliche Luftfahrt bewegt.

Unser Journal "Instrument Pilot" erscheint zweimonatlich. Es ist sowohl in gedruckter Form als auch via e-mail erhältlich. Darin werden PPL/IR Europe Treffen angekündigt sowie über abgehaltene berichtet. Berichtet wird auch über PPL/IR Europe Aktivitäten, wie z.B. gemeinsame "fly-in´s". Die wichtigste Aufgabe ist jedoch die Veröffentlichung von Artikeln und Berichten die jedweden Aspekt der Instrumentenfliegerei betreffen. PPL/IR Europe stützt sich dabei im wesentlichen auf die Aktivität der Mitglieder, die ihre Erfahrung und Kenntnisse den übrigen Mitgliedern damit nahe bringen. Vorherige Ausgaben des "Instrument Pilot" können auf der PPL/IR Europe Seite im Internet gelesen werden.

Die im "Instrument Pilot" erscheinenden Artikel stützen sich auch auf Erkenntnisse aus Vorträgen, die im Zusamenhang mit PPL/IR Europe Treffen gehalten werden. Treffen finden im Durchschnitt dreimal pro Jahr in Großbritannien und auf dem europäischen Festland statt. Für Vorträge konnten wir in der Vergangenheit höchst erfahrene und einflussreiche Fachleute zu Themen Flugsicherheit, Vorschriften und Verordnungen bezüglich der Fliegerei, Meteorologie und Technik gewinnen.

Als Gruppe von Piloten mit Instrumentenflugberechtigung - wobei die meisten von uns AOPA-Mitglieder sind - sieht sich PPL/IR Europe zur AOPA nicht als Alternative sondern ergänzend.

Unsere Meinung ist, dass die speziellen Belange der Instrumentenfliegerei, die wir als Privatpiloten betreiben, angesprochen werden müssen. Dabei konzentriert sich PPL/IR Europe auf die Bedürfnisse derjenigen Privatpiloten, die ihre Fliegerei unter Instrumentenflugbedingungen ausüben und PPL/IR Europe ist die einzige Organisation, welche diese Bedürfnisse aktiv anspricht.

Die Gebühr für eine Jahresmitgliedschaft deckt die Kosten für den Druck und Vertrieb des "Instrument Pilot", sowie die Mitgliedschaft bei/zu anderen Organisationen. Ebenso werden Kosten für die Teilnahme an anderen wichtigen Treffen verschiedener Organisationen bzw. Ereignissen bestritten. Wir sind eine "non-profit" Organisation, und die Jahresmitgliedschaftsgebühr wird ausschließlich für die Interessen der Mitglieder ausgegeben. Die Vorstands-Mitglieder sind alle ehrenamtlich tätig.

Was ist PPL/IR Europa?

Um sein Vorhaben zu erreichen, muss PPL/IR Europa mindestens 5 Zielsetzungen erfüllen:

  1. Eine Quelle der fortlaufenden beruflichen Fortbildung für private IFR-Piloten sein
  2. Private IFR-Piloten mit Informationen versorgen, die Berufspiloten von der Abwicklungsabteilung Ihrer Fluggesellschaft erhalten
  3. Die Anforderungen privater IFR-Piloten gegenüber den Behörden vertreten
  4. Den Behörden bei der Formulierung und Änderung von Vorschriften behilflich sein
  5. Privaten IFR-Piloten eine sich gegenseitig unterstützende Gemeinschaft bieten

1. Eine Quelle der fortlaufenden beruflichen Fortbildung für private IFR-Piloten sein

Der Berufspilot unterzieht sich nach Erhalt der IR bis zur Übernahme des Steuerbefehls der fortlaufenden Weiterbildung, während vom PPL/IR erwartet wird, unmittelbar den Sprung vom Schulungsumfeld zum alleinigen Flugzeugführer zu machen.

Flugschulen richten Ihr Angebot am Bedarf aus. Flugschulen sind sich der Kosten von Schulungsflügen akut bewusst und nehmen deshalb keine zusätzlichen praxisnahen Kenntnisse und Erfahrungen mit auf, die später angeeignet werden sollen, und mit Recht so - die Vorschriften sind dazu da, die Mindestvoraussetzungen zu sichern, während die anhaltende berufliche Fortbildung sich um die praktischen Angelegenheiten kümmert.

Wenn ein frischer Absolvent einer CPL oder nagelneuen Verkehrspilotenlizenz (‚frozen‘ ATPL) einer Fluggesellschaft beitritt, wird er als absoluter Anfänger behandelt. Tausende von Stunden wird er neben einem erfahrenen Kapitän sitzen und Erfahrung gewinnen, wobei er sowohl im Flug und am Boden geschult wird bevor er zum ersten Mal den rechten Sitz einnehmen darf, und er wird weitere Schulung unter Aufsicht und beim Flug von Schulungsabschnitten erhalten bevor er zum Flugzeugführer wird. Ganz anders der frisch qualifizierte PPL/IR. Er verlässt die Flugschule ohne nähere Kenntnis der tatsächlichen Planung und Ausführung eines IFR-Flugs mit einem vom Abflugort abweichenden Zielort…während der Dauer seines IFR-Trainings ist ihm das wahrscheinlich selten begegnet. Es wird von ihm erwartet, vom ersten Tag an den Sprung zum Kapitän zu machen, fast ohne Schulung, Einweisung oder Erfahrung.

PPL/IR Europa füllt diese Lücke. Wir bieten Rat, Schulung, Anleitung und sogar die formlose Betreuung für Piloten, die diese Wissenslücke überwinden wollen. Unsere Bücher, Zeitschriften, Internetseiten und Foren sind alle darauf ausgerichtet, dem PPL/IR bei der Entwicklung seiner Fertigkeiten und Kenntnisse zu helfen.

Der Umfang der von uns gebotenen Beratung und Anleitung überschreitet das Maß, das hier aufgeführt werden kann, deshalb nur ein paar Beispiele:

Verfahrenstechnik:

  • Entwicklung standardisierter Verfahren, durch die man selbst unter Druck sicher bleibt
  • Praktischer Umgang mit Vereisung
  • Kabinendruckablass in der Praxis
  • Sicherer Wechssel von VFR-Flughäfen zum IFR-Streckensystem

Die Umsetzung:

  • Unterschiede beim Betrieb von Kleinflugzeugen gegenüber dem kommerziellen Flugbetrieb
  • Sicherer Betrieb außerhalb von CAT-Verfahren (z.B. NPAs ohne CDFA)
  • Fliegen im modernen regulativen Umfeld
  • Risikoverwaltung

Aktivität im unteren Flugraum

  • Streckenflug innerhalb von TMAs
  • Flug im und um das Wetter herum, nicht darüber hinweg
  • Sofort-Freigaben

Umgang mit dem Wetter:

  • Wo man Informationen findet
  • Wie man diese interpretiert
  • Wie man die tatsächlichen Auswirkungen einschätzt.

Dies sind nur einige wenige Beispiele der gegenseitigen Hilfestellung unter Mitgliedern von PPL/IR Europa bei der Entwicklung vom Besitzer einer neuen Berechtigung hin zum professionellen, kompetenten Piloten.

2. Private IFR-Piloten mit Informationen versorgen, die Berufspiloten von der Abwicklungsabteilung Ihrer Fluggesellschaft erhalten

Der Berufspilot wird normalerweise durch die Abwicklungsabteilung seiner Fluggesellschaft versorgt. Diese kümmert sich darum, dass geänderte Regeln und Vorschriften eingehalten werden und hält sich über Gesetzes- und Verfahrensänderungen auf dem Laufenden. Es werden Strecken, Alternativflughafen, Zollabwicklung, Flughafenabfertigung und Auftanken organisiert und Hotels gebucht - der Pilot muss nur die Flugzeugsteuerung übernehmen.

Beim PPL/IR ist das Gegenteil der Fall. Es geschieht nur etwas, wenn er es selbst tut. Er muss mit allem, das auf Regierungsebene geschieht, vertraut sein, und jede Einzelheit eines jeden Flugs planen, damit der Flug erfolgreich und legal abgewickelt werden kann.

PPL/IR Europa bemüht sich darum, diese Informationen verfügbar zu machen. Wir verfolgen Vorschriften über Wartung, Flugpersonallizenzierung, medizinische Anforderungen, betriebliche Abläufe, Ausrüstungsgegenstände usw. und sorgen dafür, dass Sie alles, was Sie betrifft, erfahren. Wir sorgen dafür, dass Sie nicht auf sich selbst gestellt sind. Bei PPL/IR Europa gibt es stets jemanden, der die Antwort auf Ihre Frage weiß oder weiß, wo man sie findet.

3. Die Anforderungen privater IFR-Piloten gegenüber den Behörden vertreten

Die Flugfahrt stellt eine riesige, harte kommerzielle Welt dar, in der große und robuste Akteure jeden möglichen Vorteil herausschlagen wollen und müssen.

Das größte Problem für die europäische Luftfahrt ist die Verbesserung der Punkt-zu-Punkt Effizienz des Verkehrsflugsystems in Bezug auf Zeit, Geld und Umweltbelastung. Das Risiko für die allgemeine Luftfahrt liegt vor allem darin, dass sie einfach übersehen wird, aber auch darin, dass die gefundenen Lösungen auf die geringe Anzahl der großen Verkehrsflugzeuge zugeschnitten sind.

Als private IFR-Piloten haben wir ein Recht auf angemessenen Zugang zu den Ressourcen und dem Luftraum, den die Profis gerne für sich selbst behalten würden. Dieses Recht ist in den Gesetzen der EU verankert. Um aber unseren Anspruch geltend zu machen, müssen wir dabei sein, unsere Anforderungen und Rechte erläutern und unsere Position gegenüber einer gut organisierten und finanzierten Lobby verteidigen.

Die Gesetzgeber wollen uns nicht durch Vorschriften aus dem Weg räumen, aber sie sind so mit Verkehrsflug und dem Militär beschäftigt, dass sie zuweilen kaum über die weiteren Auswirkungen der von Ihnen geschaffenen Vorschriften nachdenken. Wenn die Installation eines €50T teuren und 40 kg schweren Geräts für jedes Flugzeug zur Pflicht gemacht wird, ist die Auswirkung für eine 757-Maschine unerheblich, würde aber das Ende der privaten Flotte bedeuten. Die Gesetzgeber müssen vor der Erlassung von Vorschriften ständig daran erinnert werden, die allgemeine Luftfahrt zu berücksichtigen.

PPL/IR Europa nimmt an diesen Gesprächen teil, um unsere Anliegen vorzubringen. Das Verzeichnis der regulativen Foren, auf die wir Einfluss nehmen, ist zu lang, um hier vollständig beschrieben zu werden, aber es deckt alle Aspekte ab, von der europäischen Strategie für die allgemeine Luftfahrt bis zu Luftraumänderungen für individuelle Luftraumgebiete. Bei EASA arbeiten wir an Sicherheitsnormen, Betriebsabläufe, Lizenzerteilung und Flugtüchtigkeit betreffenden Fragen mit, und wir tragen beim SESAR-Projekt zur Entwicklung von ATM bei. In Großbritannien arbeiten wir außerdem eigens mit Agenturen wie z.B. CAA, NATS, Grenzschutz, Strategie, Luftraum, Sicherheit und Abwicklung zusammen.

4. Den Behörden bei der Formulierung und Änderung von Vorschriften behilflich sein

Obwohl vergleichbar mit dem vorausgehenden Abschnitt, treten wir auch gelegentlich von der wesentlichen Rolle, Stellung zu nehmen, zurück und helfen den Regulierungsbehörden auf eigene Initiative dabei, die Art und Weise der Regulierung der allgemeinen Luftfahrt, insbesondere der auf IFR bezogenen Vorschriften, völlig neu zu überdenken.

EASA und die weiteren Regulierungsbehörden sind sich durchaus bewusst, dass zu sehr belastende Vorschriften einfach dazu führen, dass die Luftfahrt außerhalb der Grenzen oder gar der Gesetze fortgeführt wird. Vor diesem Hintergrund hat PPL/IR Europa den Vorschlag eines auf Kompetenz basierenden modularen Instrumentenflugscheins und der Enroute-Instrumentenflugqualifikation entwickelt. Diese beiden Konzepte wurden von Mitgliedern von PPL/IR entwickelt und haben den Ablauf bis zur gesetzlichen Umsetzung nahezu unverändert überstanden.

Es ist bereits zu beobachten, dass zahlreiche Piloten der europäischen Aufsicht den Rücken kehren und sich der regulatorischen Aufsicht der US-Behörden unterstellen. Das ist insbesondere für IFR-Piloten eine Notwendigkeit, da das Erlangen der JAA IR derart erschwert und verkompliziert wurde.

EASA ist darauf aus, die europäische Luftfahrt wieder den europäischen Vorschriften zu unterstellen. Dabei pendelt sie zwischen Überzeugung, indem die Einhaltung der Vorschriften erleichtert wird, und Zwang, indem das Leben für Besitzer von FAA-Lizenzen und im Ausland angemeldeten Flugzeugen erschwert wird.

Würde die FAA-Option jedoch geschlossen und Fliegen wäre gesetzmäßig gar nicht mehr möglich, dann besteht das Risiko, dass diese nach dem Motto „wenn schon, denn schon“ ganz außerhalb der Rechtsvorschriften fliegen. Sie werden ihre Flugzeuge nicht mehr offiziell warten lassen und ihre medizinischen und sonstigen Qualifikationen nicht mehr erneuern, da die Behörden es einfach zu schwierig oder zu teuer gemacht haben.

Wir streben danach, die Kluft zwischen dem Gesetzgeber und dem praktisch Machbaren zu schließen.

5. Privaten IFR-Piloten eine sich gegenseitig unterstützende Gemeinschaft bieten

Letztlich spielen wir noch eine weitere wichtige Rolle für europäische IFR-Piloten. In den USA ist es gar nichts Besonderes, ein für IFR qualifizierter Pilot zu sein. Ein IFR-Pilot ist wie jeder andere Pilot, so dass es eine große Gemeinschaft Gleichgesinnter gibt.

In Europa wurde der private IFR-Pilot aber im Laufe von Jahrzehnten der Erschwerung der IR infolge einer Reihe von kleinen aber verstärkend wirkenden Schritten sowie angesichts unnötiger Hindernisse eher zur Ausnahme als zur Regel. Bei einem Besuch des Fliegervereins oder eines Online-Forums für Piloten befinden wir uns in einer äußerst kleinen Minderheit. Deshalb bietet PPL/IR Europa nicht nur eine Wissensgemeinschaft, sondern auch eine soziale Gemeinschaft, organisiert Ausflüge zu interessanten Orten - wie z.B. eine große Tour durch Europa für zehn Flugzeuge oder eine Besichtigung des Airbus-Werks - als auch Essen und Treffen mit einem gemischten technischen und sozialen Charakter. Das Forum stellt freilich auch einen Treffpunkt dar. Soweit das Programm unserer Aktivitäten. Zahlreiche Einzelheiten mussten bei dieser Kurzbeschreibung ausgelassen werden, aber wir hoffen, dass es als allgemeiner Überblick seinen Zweck erfüllt!

Mehr zur Mitgliedschaft, sowie Kontaktaufnahme.

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